Weiter Richtung Adelaide

Die Reise führte uns weiter Richtung Nordwesten, weiter Richtung Adelaide. Wir wollten mal wieder das Meer sehen, welches wir seit unserem Abstecher in die Grampians nicht mehr gesehen haben. So war unser nächster Halt Robe, ein kleines 1000 Seelen Städtchen, welches in der Ferienzeit auf 20000 “Bewohner” anschwillt. Aber da dies gerade nicht der Fall war, ging es recht beschaulich zu. Nachdem wir uns die Füße im Ozean ein wenig nass gemacht haben, erkundeten wird den Ort. Ich einer Bäckerei probierte ich meinen ersten “Meat Pie“, nach dem ich sie bei meiner ersten Australienreise immer ein wenig misstrauisch beäugt habe. Wahnsinn – es war Liebe auf den ersten Biss. Noch heute in Deutschland mache ich mir die Dinger entweder selbst oder kaufe sie im English-Shop. Sie sind einfach sooo lecker. :)

Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Kinston SE, bekannt für seinen riesigen Lobster, der einen an der Stadtgrenze begrüßt. Das ist allerdings auch schon das einzige Highlight, welches der Ort zu bieten hat. Unterwegs trafen wir noch auf einen kleinen, putzigen Tannenzapfenskink, der sich gerade an den zahlreichen Tausendfüßlern gütlich tat.

Am nächsten Morgen stand erstmal der Coorong NP auf dem Plan. Obwohl dieser landschaftlich eher wenig hergab, haben wird doch einiges an Fauna gesehen: Einen Wombat, Kängurus, Emus und natürlich zahlreiche Papageien. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer ruhigen Resting Area, iydllisch am Wasser gelegen. Von hier aus konnten wir Pelikane beobachten, die über uns im Sonnenuntergang majestätisch ihre Kreise ziehen.

Tags darauf ging es in früh direkt mit einer kleinen Kabelfähre über ein kleines Gewässer und weiter nach Hahndorf – ein kleines Stück Deutschland östlich von Adelaide. Nicht nur kann man hier Haribo und Bratwurst nach deutschem Rezept kaufen, es gibt auch ein kleines “Hofbräuhaus” – mit bayrischem Bier und Speisen zu horrenden Preisen, welche die asiatischen Besucher offensichtlich gerne bezahlen. Natürlich sei angemerkt, dass, wie überall im Ausland, Deutschland mit Bayern gleichgesetzt wird, so dass Lederhosen und Bierkrüge allgegenwärtig sind. Mit einer Packung Bratwurst und einem “power converter” (damit konnten wir jetzt unsere technischen Kleingeräte am Zigarettenanzünder laden) in der Tasche, fuhren wir weiter.

So kamen wir am Campingplatz an, auf dem wir übernachten wollten. Ich machte mich auf die Suche nach dem Verwaltungsgebäude um zu bezahlen. Nur leider Stand ich vor einer verschlossenen Glastür an der ich rüttelte und schüttelte. Plötzlich stand mir ein halb überraschter, halb panischer Asiate gegenüber – ich wollte gerade in einen Bungalow einbrechen, die man hier offensichtlich mieten kann! Das Verwaltungsgebäude war eins weiter hinten! Peinlich, peinlich…!

Am nächsten Morgen stattdessen wir dem “Cleland Wildlife Conversation Centre“, kurz: einem Zoo, einen Besuch ab. Dieser ist tatsächlich sehr empfehlenswert, da er nicht überlaufen ist und man den Tieren auf den Wiesen sehr nahe kommen kann. Zu sehen gibt es die üblichen Verdächtigen: Wombats, Roos, Wallabies, aber auch Echidnas und tasmanische Teufel. Besonders interessant war die Dingofütterung, die man so nicht in jedem Zoo zu Gesicht bekommt. Als wir den Park verlassen wollten, begegnete uns auf dem Parkplatz noch ein Känguru – ob es ein wildes war oder vielleicht doch ausgebrochen konnten wir nicht sagen… :)

Nächster Teil: Adelaide

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