Raus aus Sydney

Pünklich zum Start der Reise schlägt das Wetter um und es schüttet und schüttet… Die Straßen vor Sydney sind teilweise überschwemmt und die Polizei lotst die PKWs durch die flachen Stellen – kein Problem für unseren Landcruiser .

Erster halt war Pebble Beach, ein Strand an dem es immer Kängurus geben soll! Meine bessere Hälfte wollte das trockene Auto nicht verlassen, also stampfe ich allein durch den Regen zum Strand, wo ich tatsächlich drei grasende Kängurus sehe! Wahnsinn! (Zu diesem Zeitpunkt waren wilde Roos noch ein Novum).

Das erste Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten. Um einen Rastplatz für die Nacht zu finden, suchten wir im “Camps Australia Wide”  nach einem passenden Ort. Nach kurzer Suche war er schon gefunden … allerdings war das Tor mit einer losen Kette verschlossen – welches man aber lösen konnte. Na gut – erst mal schauen. Ich also aus dem Auto raus und die Straße zum Campground runtergestampft – im Regen… Von weiten konnte ich einige Surferdudes/Backpacker ausmachen. Also wieder zurück, Kette auf, durchfahren, Kette zu und weiter.Am Camp auf eine Rasenfläche gestellt – fertig… oder auch nicht.

Einer der Typen kam angerannt und meine man müssen weg, da es eine Flutwarnung gibt, sie selbst würden auch schon packen und verschwinden. Also Rückwärtsgang eingelegt und … nix – die Räder drehen durch, im schlammigen Boden eingegraben und festgefahren. Er erste 4WD Einsatz stand bevor: Schaltheben auf “4H” und so den Vierradantrieb aktiviert, an den Vorderreifen die Freilaufnaben auf “Lock” gestellt und schon befreit sich der Koloss mühelos aus dem Schlamm… schon toll, so ein Teil 

Die Nacht haben wir dann auf einer kleinen Teerfläche neben der Straße verbracht – nicht sonderlich “australisch”… Dank des Wetters und der, anfänglich ungewohnten, Enge des Wagens, kam bei mir eher trübe Stimmung auf: “Hier soll ich die nächsten Monate wohnen”? Aus dem Wagen konnte ich auf der Wiese noch ein Känguru ausmachen und den ersten und letzen wilden Wombat der Reise entdecken!

Zum Schlafen kletterten wir nach oben in den Schlafteil des Wagens, der geräumiger ist als es von außen den Anschein hat. Der Regen prasselte unnachgiebig auf das Dach bis wir schließlich müde einschliefen…

 

Nächster Teil: Weiter an der Küste Richtung Südwesten

Route