Nagetiere…

Nachts im 23 Uhr wurden wir von einem verdächtigen Rascheln und Tippeln geweckt. Wir legten uns auf unserem hochgelegenen Schlafplatz auf die Lauer und tatsächlich: Immer wieder sprang eine kleine Maus auf der Suche nach Nahrung in diverse Tupperdosen. Das brachte mich auf eine Idee: Wenn der kleine Unruhestifter das nächste Mal in der Dose ist, mache ich schnell den Deckel drauf. Also hieß es wieder warten und lauern… Plötzlich ging es ganz schnell: Maus in der Dose, schnell Deckel drauf, geschafft! Die Freude war groß! Bis… wir ein zweites Rascheln hörten. Na toll – morgen also das selbe nochmal :(

Am nächsten Morgen (aus Schlafmangel wurde es eher Mittag) machten wir eine Bestandsaufnahme: Die Maus in der Box hat versucht sich “freizunagen”, was ihr aber nicht gelungen ist. Dafür wurden viele Lebensmittelpackungen angeknabbert und alles war voller Mäusekot… na ganz toll. :( Und eine war ja immer noch im Auto!

Auf dem Weg nach Hamilton merkten wir dann das weder das Radio, noch die drei Zigarettenanzünder Strom gaben. Ich nahm also den Motorraum unter die Lupe und entdeckte eine durchgeschmorte Sicherung (?) sowie mehrere kaputte Kabel. Daneben lag noch mehr Mäusekot. Diese verdammten Dinger! Da gerade Sonntag war, mussten wir bis morgen warten um eine Werkstatt aufzusuchen.

In der letzen Nachen haben wir auch die zweite Maus gefangen und waren endlich mausfrei! Da es in der Gegend nicht allzuviel zu entdecken gab, überquerten wir die Grenze nach South Australia und fuhren auf der Suche nach einer Werkstadt nach Mount Gambier. Uns kam es ein wenig seltsam vor, dass so wenig los war – immerhin ist Mt. Gambier eine der größeren Städte in SA. Und tatsächlich – es war “Labor Day“, ein landesweiter Feiertag. So verließen wir die Stadt wieder und campten ein kurzes Stück weiter nord-westlich.

In Millicent wurden wir endlich fündig. Der freundliche Mechaniker machte sich gleich an die Arbeit und ich lernte nebenher noch etwas über Autos. Bald war das Auto wieder funktionstüchtig – 50$ hat die Reparatur gekostet (ein bisschen Trinkgeld gab es aber auch noch drauf).

Nächster Teil: Weiter Richtung Adelaide

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