Barossa Valley bis Flinders Ranges NP

Sonntag Abend verließen wir Adelaide Richtung Norden. Drei Tage waren wir zu Gast und waren uns einig: Adelaide ist bisher die schönste Großstadt gewesen. Vielleicht lag dieser Eindruck aber auch an den vielen Events und Feiertagen die während unseres Kurzaufenthalts stattfanden. Die Nacht verbrachten wir auf einem kleinen, höher gelegenen Rastplatz, von dem aus wir der Sonne beim Untergehen zusehen konnten.

Am nächsten Tag waren wir auch schon im Barossa Valley, dem bekanntesten Weinanbaugebiets Australiens, da es nur 80km von Adelaide entfernt ist. Bei Weinkennern ist Australien besonders für seinen Shiraz bekannt, einem kräftigen Rotwein, der – wenn er zum Beispiel aus Kalifornien kommt – auch unter dem Namen Syrah bekannt ist. Bevor wir im Tal waren, ging es über kurvige Straßen noch schnell zu einem Lookout:

Zwischen Adelaide und Barossa Valley

Das Barossa Valley erstreckt sich rund um die Orte Tanunda, Nurioopta und Angaston. Als wir ankamen waren die Reben zwar alle schön grün, aber leider schon abgeerntet – also kein Traubensnack zwischendurch. :) Wie überall rund um Adelaide, fanden wir auch hier hin und wieder Spuren deutscher Siedler – zum Beispiel das “Barossa Wurst Haus“. In Nurioopta ließen wir in der Polizeistation noch einige Dokumente kopieren und beglaubigen. In einem Einkaufszentrum haben uns einige ältere Australier mal wieder in ein Gespräch verwickelt – was Down Under wirklich schnell passiert :) Wir erzählten von unser Reise, sie erzählten von ihrer Zeit als Lehrer und gaben uns noch den ein oder anderen Tipp für den weiteren Trip.

Alles in allem war das Tal (welches eigentlich keines ist) aber recht unspektakulär und nix besonders. Gerade landschaftlich gibt es nicht viel her, allerdings haben die kleinen Orte doch einen gewissen Charme. :)

Weingut im Barossa Valley
Das ``Barossa Wurst Haus``
Wir halten mal wieder den Verkehr auf :)

Den Abend verbrachten wir auf einem kleinen Rastplatz an einem Gewässer. Irgendwann kam dann ein recht schrulliger alter Australier vorbei der angeblich Pfandflaschen einsammelt. Nach einer Weile stellte sich heraus der er sich in seinem Leben höchstens 20km von seiner Heimatstadt entfernt hat – und das merkte man seiner Art auch an: Er war schwer einzuordnen.

Nach einem schönen Sonnenuntergang (es sollten aber noch viel schönere folgen) legten wir uns hin – und konnten beide nicht schlafen. Magdalena hatte Angst, dass der Typ von vorhin wieder kommt, mir machte die stickige, stehende Luft um Auto zu schaffen – an schlafen nicht zu denken. Also wieder angezogen und weitergefahren – unsere erste Nachfahrt.

Überall am Highway waren unzählige Reflektoren in kleinem Abstand eingelassen, welche die Straße in der Nacht wie eine Landebahn aussehen ließen… Irgendwann fanden wir den nächsten Parkplatz, der zum Glück deutlich windiger und kühler war. Hier sahen wir auch zum ersten mal bewusst den Nachthimmel im Outback… Wahnsinn!

Im Südaustralischen Hinterland
Im Südaustralischen Hinterland
Der Australische Nachthimmel

Nach einigen Tagen im Hinterland, kamen wir in Port Pirie und damit endlich wieder an der Küste an. Zur allgemeinen Freude gönnten wir uns zum ersten Mal in Australien eine Pizza von Pizza Hut, welche wir etwas weiter nördlich in Port Germein am Strand genossen. Der ein oder andere Krümel wurde an die zahlreichen Möwen verfüttert die sich zankend darauf stürzten. Doch kaum am Meer angekommen, verließen wir es wieder – wir wollten in den Flinders Ranges NP.

Auf dem Weg dahin besuchten wird noch eine “Aboriginal Art” Stätte, die wir nach einer kurzen aber erschöpfenden Wanderung (Hitze!) erreicht haben. Von oben hatte man einen schönen Blick auf die Umgebung auch auch die Aboriginal-Bilder selbst waren sehenswert. Wir sahen noch ein Känguru samt kleinem Joey durch den Busch springen, was immer wieder schön anzusehen ist :)

Schöne Aussicht
Über eine Leiter ging es zu den Malereien
Eine Kängurumutter und ihr Kleines springen durch den Busch

Während wird weiter nach Norden fuhren wurde das Wetter deutlich schlechter – es wurde sehr, sehr windig und sollte die nächsten Tage regnen. Wir waren schon fast beim Park, als wir auf einem Schotterplatz neben der Straße unser Lager aufschlugen. Das erste was aus auffiel: Fliegen überall! Im Laufe unserer Reise haben sie irgendwann einfach dazugehört – aber hier waren sie noch neu für uns. :) In der Nacht schwankte der Wagen durch den Wind hin und her; am Morgen kam dann der erwartete Regen. Da die Hauptattraktion im Park die Wanderung gewesen wären, beschlossen wir kehrt zu machen und nach Port Augusta zu fahren, was wir dann auch gemacht haben…

Nächster Teil: Nullarbor

Route