Auf dem Weg nach Melbourne

Die nächste Etappe führt uns erst in den Tarra Bulga NP, bekannt für seine Population an “Lyre Birds” – Vögel die alle möglichen Geräusche und Töne nachmachen, neuerdings auch gerne das Fotogeräusch beim Bildermachen. Nach einem kleinen Bushwalk entdecke ich einen kleinen Blutegel an meinem Schuh… die erste Begegnung mit dem gefährlichen australischen Wildlife… 

An der Touristeninformation erkundigten wir uns nach dem Wetter für die nächsten Tage (kurzgefasst: bleibt eher schlecht  ) und treffen so gleich auf den ersten hilfreichen Australier: Der ältere Mann betreut mit seiner Frau für ein paar Wochen den Park, bevor sie weiterreisen. Er besteht darauf sich unser Auto anzusehen. Nach einem ausgiebigen Check erhält er das Prädikat “Australien tauglich”!

Kurvenreich geht die Reise weiter:

Nach so vielen Tagen im Landesinneren, wollten wir wieder den Ozean sehen – also nix wie hin! Die Wolken brechen langsam auf und die Sonne (endlich!) lockt die ersten Menschen an den Strand: Eine Gruppe Rettungsschwimmer hält Übungen ab, Einheimische schlendern über den Sand und Angler versuchen ihr Glück. Einer von ihnen wirft seinen Fang in ein kleines Wasserloch neben ihm, so das die Fische schöne Fotoobjekte abgeben.

Wegen des nach wie vor trüben, regnerischen Wetter lassen wir den “Wilsons Promontory NP” aus. Im nachhinein muss ich “leider” sagen – wir hätten besser einfach ein paar Tage warten sollen, aber wir waren noch im Reise-Modus: Schnell von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten…

Dafür machen wir vor Melbourne einen Abstecher auf Phillip Island. Ich kannte die Insel schon von meinem letzten Besuch, so das wir eher die Landschaft als die Attraktionen in den Fokus rückten. Jetzt schien endlich richtig die Sonne und ein orkanartiger Wind fegte uns um die Ohren.

Auf dem Weg nach Melbourne verbrachten wir die Nacht auf einer schönen Rest-Area die etwas Abseits gelegen in einem Wald lag. Unsere Nachbarn schienen Motorprobleme zu haben, die sie aber in den Griff bekamen. Auch unseren ersten Kookaburra entdeckten wir hier auf einem Ast sitzen – seine Laute sollen ja an ein Lachen erinnern, mich erinnern sie eher an Affenkreischen…

In Melbourne selbst waren wir nur ein paar Stunden, da die Parkplätze recht teuer waren, ich die Stadt schon kannte und wir eher wieder in die Natur wollten. In einer Großstadt muss man mit einem großen Wagen wie unserem wieder etwas mehr aufpassen um beim rangieren nirgends anzudocken .

Nachdem wir endlich einen Parkplatz in der Stadt gefunden haben, in den ich auch reinpasste, schlenderten wir durch den Park in die Innenstadt. Bei der Gelegenheit eröffneten wir auch gleich ein Bankkonto bei der NAB, was problemlos ablief – das Konto haben wir heute immer noch und wartet auf uns bis wir ausgewandert sind .

Nächster Teil: Great Ocean Road