Adelaide

Mit Adelaide stand nach Melbourne mal wieder eine Großstadt auf dem Programm. Adelaide gilt als größte Kleinstadt Australiens, was während der Fahrt durch die Vororte verständlich wird: Viele kleine Häuser und Läden säumen die Straße, während wir uns dem Zentrum (oder CBD, “Central Business District”, wie es in Australien genannt wird) nähern. Auch der Beiname “City of Churches” hat die Stadt zurecht – aus nahezu jeder Glaubensrichtung finden sich verschiedene Kirchen, die in und um Adelaide verstreut sind.

Nur 2-3 Minuten vom CBD entfernt, fanden wir einen Parkplatz. Als ich ihn am Automaten bezahlen wollte, stellte ich fest dass der Münzeinwurf gesperrt ist. Nach kurzem Studium der Anleitung stellte sich heraus, dass das parken ab Freitagabend übers Wochende kostenlos ist! So kam es das wir das ganze Wochende in der Stadt in unserem kleinen “Gratishotel” verbrachten – in Zentrumsnähe zum Nulltarif.

Genau hier haben wir geparkt:

Während unseres Aufenthalts gab es gleich mehrere Feste und Feiertage. Am Samstag war im “Government House” Tag der offenen Tür. Man konnte sich drinnen die Räumlichkeiten ansehen, in denen die Royals übernachten wenn sie Adelaide besuchen. Wie erwartet war alles sehr prunkvoll und exquisit eingerichtet. Draußen im Hof fand gleichzeitig ein Sommerfest statt: Kleine Erfrischungen wurden angeboten, es gab Live-Musik und mehrere Stände informierten über verschiedene Vereine und Charitys. Am Abend fielen uns die vielen schicken jungen Frauen samt auffallenden Hüten auf (Die Männer waren eher casual gekleidet): Es fand gerade das “Adelaide Festival” statt – einem alle zwei Jahre stattfindenden Kulturfestival. Die Schlange die sich vor der Halle bildete war mindestens 200m land und ging um mehrere Straßenecken! Wir liefen durch die Stadt, die von Einheimischen, Touristen und Festivalbesuchern überflutet war. An jeder Ecke stellten verschiedene Künstler ihre Fähigkeiten zu schau. Vor allem ein Franzose, der mit Spraydosen richtig gute Bilde “malte” beeindruckte uns.

Am zweiten Morgen besuchten wir noch den Botanischen Garten und sahen uns den Unicampus an, der wie in England aus wunderschönen, gotischen Gebäuden bestand. Überhaupt sind die Gebäude an der nördlichen Hauptstraße sehr unterschiedlich uns schön anzusehen. In der Parallelstraße verblasst der Glanz dann wieder ein wenig: Parkhäuser, Fast Food Lokale, Rotlichtviertel – es wirke alles ein wenig schmuddliger, was aber auch seinen Reiz hatte. Am Abend wurde die Stadt in grün getaucht: Es war St. Patricks Day! Da die Australier ja ein recht trinkfreudiges Volk sind, ging es dementsprechend hoch her: Überall torkelten kleine Grüppchen durch die Gegend, vor den Bars bildeten sich Schlangen und ab und zu wurde etwas gegrölt.

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