Autowahl und -kauf

Wagentypen


Der übliche PKW ist für viele (Erst-)Touristen erste Wahl. Wer nur den Süden und Osten des Landes bereist ist damit gut bedient, da die Straßen auch in abgelegenen Gebieten gut ausgebaut sind. Backpacker kaufen gerne Kombis, um hinten auf einer Matratze schlafen zu können. Der Mietpreis liegt bei rund 850A$ für zwei Wochen. Beim Kauf ist der Preis natürlich recht variabel und reicht von 1000A$ bis 10000A$. Im Norden und Westen des Landes ist ein  Allradfahrzeug Pflicht, da viele Nationalparks nur per unbefestigter Straße erreicht werden können. Auch Wasserdurchquerungen stellen mit ihnen meist kein Problem dar. 4WDs sind aber auch deutlich teurer: Für zwei Wochen Mietdauer  zahlt man etwa 1900A$. Auch der Kaufpreis geht bei 5000A$ los.

Wer bequem unterwegs sein will, mietet ein Wohnmobil, die den größtmöglichen Campinggenuss bieten. Mit mehreren bequemen Schlafmöglichkeiten, einer vollwertigen Küche und sogar einer Dusche/WC lässt es keine Wünsche offen. Allerdings muss man eventuell Abstriche bei einigen Sehenswürdigkeiten machen. Preislich liegen sie bei etwa 3000A$ für zwei Wochen.

Vorteile PKW

  • Einfaches, gewohntes Handling
  • Günstger Mietpreis
  • Planungssicherheit durch vorgebuchte Hotels

Vorteile Wohnwagen

  • Übernachten direkt in der Natur
  • Selbstversorgung spart Hotel- und Restaurantkosten
  • Zeitliche Flexibilität (wo es einem gefällt bleibt man einfach länger)

Der Campervan ist bei Backpackern unheimlich beliebt, bietet er doch ausreichend Platz für Camping-Utensilien und ein großes Bett. Die Ausstattung kann sehr unterschiedlich sein: Kühlschrank, zweite Batterie, extra Klimaanlage, Gaskocher können, müssen aber nicht vorhanden sein. Großer Nachteil ist allerdings, dass sie nur begrenzt Offroad-tauglich sind. Zwar kann man einige Pisten in langsamen Tempo befahren, aber spätestens bei Überflutungen ist der Keks gegessen. Eine Monatsmiete ist ca. 1400A$ und damit recht günstig. Kaufen kann man sie ab 3000A$.

(Bild: Laurent)

Ein Offroad-Camper ist zweifelsfrei die beste Art das Land zu erkunden. Gerade wer sich ein Jahr Zeit nimmt, sollte ernsthaft über diese Investition nachdenken. Er vereint die Vorteile aller Fahrzeuge: Uneingeschränkte Off-Road Fähigkeiten, Schlafmöglichkeiten & Campingausstattung. Einzigster Nachteil ist der Anschaffungspreis, der bei ca. 19.000A$ liegt. Allerdings kann man das Auto anschließend wieder Verkaufen, ein Wertverlust findet quasi nicht statt. Bei der Modellwahl kommt nur der Toyota Landcruiser und der Nissan Patrol in Frage, die im Terrain überragende Eigenschaften haben. Mit diesen Wägen kommt man Down Under überall durch 

Fahrzeugkauf


Die Fahrzeugsuche findet normalerweise vor der Reise über das Internet statt. In diversen Foren bieten Traveller ihre Fahrzeuge an. Besonders hilfreich ist die Seite GumTree.com, dem quasi Standard für Kleinanzeigen in Australien. Hier findet man eine riese Auswahl an privaten Autoverkäufern. Aber auch vor Ort kann man sich auf die Suche begeben, wobei man hier eher bei Gebrauchtwagenhändlern fündig wird. In Sydney gibt es eine Ausnahmen: In einer Tiefgarage am Kings Cross findet der “Sydney Car Market” statt, auf dem Traveller ihre Autos weiterverkaufen.

Wie auch hierzulande sollte man seinen gesunden Menschenverstand einsetzen und die Angebote auf Plausibilität prüfen: Ist es wirklich realistisch das der Wagen in 10 Jahren nur 50.000 km hat? Ist ein Angebot besonders verlockend, sollte man umso vorsichtiger sein. Deshalb ist es wichtig sich vorher einen Überblick über die Preislandschaft zu machen um die Lage besser einschätzen zu können.

Nach geglücktem Kauf steht die Fahrzeuganmeldung auf dem Plan. Dazu muss der Wagen zugelassen werden (“Registration”), den “TÜV” bestehen (“Road Worthy Certificate”) und versichtert werden.

Bundesstaat
Besonders praktisch ist es, wenn der Wagen  in Western Australia angemeldet ist, was gerade bei Campervans und Off-Road Campern nicht unüblich ist. Kauft man ein solches Fahrzeug kann man die komplette Bürokratie online machen. Aber es kommt noch besser: In WA benötigen Fahrzeuge kein “Road Worthy Certficate”, was einem einigen Aufwand abnimmt.

Die Registrierung (auch REGO) genannt, ist einmal im Jahr fällig und kosten je nach Fahrzeugklasse um die 500A$. Beim Kauf ist also darauf zu achten, wie lange diese noch gültig ist. Wurde sie gerade erst erneuert, kommt man vielleicht ohne eine weitere durch, wenn die Reise nicht länger als ein Jahr dauert.

Der Wunschwagen sollte auch über ein “Road Worthy Certificate” verfügen, das bestätigt das das Auto straßentauglich ist. Man erhält das nötige Zertifikat nach einem Werkstattbesuch der mit einigen hundert Dollars zu Buche schlagen kann.

Das Versichern ist in Australien Pflicht und für Reisende oft nicht ganz billig. Wer Geld sparen will, sollte sich schon zu Hause von seiner Versicherung eine engl. Bescheinigung schicken lassen, dass man schon lange und sicher Auto fährt. So wird man in eine günstigere Klasse gebucht.

Offizielle Seite mit Informationen zur Registrierung: www.australia.gov.au/topics/transport/registration-and-licences