Die Straße

Linksverkehr


In Australien herrscht Linksverkehr. Dadurch wird alles gespiegelt: Der Kreisverkehr wird entgegengesetzt duchfahren und auf mehrspurigen Straßen ist die linke Spur die langsame. Aber Achtung: “Rechts vor Links” gilt nach wie vor!

Kaffee & Kekse
Über die gesamte Ostküste verteilt, findet man an vielen Rest Areas kleine Häuschen an denen Kaffee, Tee und Kekse umsonst verteilt werden um Autofahrer zu stärken. Betrieben werden sie auf ehrenamtlicher Basis. Häufig stehen Rentner hinter dem Thresen, die sich alle paar Stunden durchwechseln und oft für einen kleinen Plausch über die Reiseroute, das Wetter oder das Herkunftsland zu haben sind.

Straßenarten


Befestigt

Alle Highways in Australien sind befestigt. Dass heißt aber nicht zwangsweise geteert. Meist handelt es sich um zusammengepressten Schotter und Kieselsteine. Dies ist nötig um dem extremen Wetter stand zuhalten: große Hitze und Überflutungen würden konventionelle Straßen schnell zerstören. Der Highway 1, welcher einmal um Australien führt, ist komplett befestigt. Bei den Nebenstraßen kommt es auf den Staat an: Während an der Ostküste oft auch kleinere Nebenstraßen leicht befahrbar sind, ist es in Westaustralien eher die Ausnahme.

Schotter

Schotterstraßen sind die am einfachsten zu befahrenen unbefestigten Straßen.  Die Kieselgröße und Textur kann es dennoch zu einem reifenfressenden Unterfangen machen. Sind die Stücke groß, scharf und gezackt ist Vorsicht geboten. Hier sollte man mehr Luft als üblich aus den Reifen lassen. Ist man sich im unklaren, sollte man kurz aussteifen und sich den Belag ansehen. Im Regelfall sind die Straßen aber auch für Zweirad-PKWs gut zu meistern: holprig, aber machbar.

Wellblechpiste

Ruppig wird die Fahrt wenn es über eine Wellblechpiste geht. Wind und Wetter lässt den gepressten Sand zu einer kleinen Buckelpiste werden, die das Auto richtig durchschüttelt. Ein paar Mal pro Jahr plätten riesige Planierraupen (Grader) die Straße – je länger eine solche Plättung zurückliegt, desto welliger ist die Straße. Durch die Wellen, die nicht selten bis zu 12cm hoch sind, verliert der Wagen auch dramatisch an Bodenhaftung, was den Bremsweg verlängert und hoche Autos leichter umkippen lässt – es ist also Vorsicht geboten.

Richtige Geschwindigkeit
Die beste Strategie ist die richtige Geschwindigkeit zu finden: Ist man zu langsam nimmt man jede Welle voll mit. Hat man aber ein gewisses Tempo (meist um die 60-70kmh) springt man von Spitze zu Spitze, was das rütteln deutlich abschwächt. Dazu ist natürlich auch ein entsprechender Wagen Vorraussetzung – im Wohnmobil sollte man trotzdem eher langsam fahren…
Bulldust & Sand

Mit “Bulldust” ist der rote, extrem feine (fast schon staubförmige) Sand auf manchen Straßen Australiens gemeint. Dieser ist aus mehreren Gründen unangenehm: Der Wagen verbraucht deutlich mehr Benzin – es sollte mit einem mindesten doppelt so hohen Verbrauch gerechnet werden. Der aufgewirbelte Staub setzt sich zudem in allen Ritzen und Spalten des Wagens fest und ist nur schwer loszuwerden (anderseits hat der Wagen so den richtigen “Outback-Look” ). Größtes Problem sind allerdings Schlaglöcher voller Staub, die man nicht vorzeitig erkennen kann und dem Wagen so schwere Stöße versetzen.

Kreisverkehre (“Roundabouts”)


Kaum angekommen, stellt man relativ schnell fest, dass Australier Kreisverkehre lieben. Da man in hier auf der linken Seite fährt, wird er im Uhrzeigersinn durchfahren. Dabei gibt es Down Under eine Besonderheit: Während man im Kreisverkehr seine Runde dreht, blinkt man nach rechts (zur Mitte hin). So wissen die Wartenden, dass man die Ausfahrt nicht nimmt, sondern durchfährt. Will man tatsächlich rausfahren, blinkt man links.

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