Off-Road

Vierradantrieb einschalten


Der 4WD-Schaltknüppel liegt gleich neben der Gangschaltung und ist etwas kleiner als diese. Er hat drei Positionen:

2H – Dies ist der normale Zweiradantrieb. Auf befestigten Straßen ist er die erste Wahl. Aber auch auf Pisten, die im guten Zustand sind kann man ihn verwenden.

4H – Der Vierradantrieb ist auf allen Off-Road Strecken einzuschalten. Die Traktion und das Fahrverhalten werden so stabilisiert und deutlich verbessert.

4L – Die Untersetzung verleiht dem Vierradantrieb nochmal einen Schub. Normalerweise kommt sie zum Einsatz wenn man sich festgefahren hat, in tiefen Sand unterwegs ist oder Flüsse durchquert.

Je nach Modell muss man den Hebel ein wenig hochziehen um ihn bewegen zu können. Das Zurückschalten von 4H auf 2H funktioniert am besten während der Fahrt – im Stand bewegt sich der Hebel kaum.

Es reicht aber nicht nur den Hebel in die richtige Stellung zu bringen.

Auch die Freilaufnaben an den Vorderreifen müssen umgestellt werden.

Dazu stellt man den Drehschalter von “FREE” auf “LOCK“. Ein kleiner Pfeil am Schalter zeigt die aktuelle Stellung. Dieses umstellen darf nie vergessen werden, da sich der Wagen sonst noch im Zweiradmodus befindet!

Auf dem Bild sieht man die Freilaufnabe in der Mitte der “Felge” (eigentlich ist sie ein Teil der Achse).


Fahrverhalten


Die wichtigste Regel zuerst: Luft aus den Reifen lassen!. Dadurch wird die Gefahr sich einen Platten einzufahren deutlich verringert. Das kann  man sich wie bei einem Luftballon vorstellen: Drückt man ihn prall gefüllt auf einen Stein platzt er. Ist er dagegen nur halb gefüllt, schmiegt er sich um den Stein. Je steiniger und rauer der Weg ist, desto mehr Luft sollte man aus den Reifen lassen.

Das gilt auch für das Fahren im Sand. Sollte man trotzdem steckenbleiben, sollte man solange Luft aus den Reifen lassen bis man sich ausgraben kann.

Flussdurchfahrten sollte man immer mit besonderer Vorsicht begegnen.

Als erstes sollte man die Tiefe des Gewässers prüfen. Dazu stehen an der Seite markierte Pfosten die einen bei der Einschätzung unterstützen. Fehlen diese oder ist man sich unsicher, kann man selbst durch das Wasser waten und sich die tiefste Stelle merken. So bekommt man auch ein gutes Gefühl für den Untergrund. Aber Achtung! Bitte nicht im Verbreitungsgebiet von Salzwasserkrokodilen.


Bis zu einer Tiefe vom ca. 80cm braucht ein richtiger Geländewagen (LandCruiser, Patrol) keine besonderen Vorkehrungen – bis auf die Untersetzung, die bei jeder Durchquerung angeschaltet sein sollte. Ist der Wasserstand höher sollte man eine Plane vor das Auto spannen um zu verhindern dass der Wasserdruck den Kühler beschädigt.

Während der Durchfahrt ist auf die richtige Geschwindigkeit zu achten: Schnell genug, damit sich vor dem Auto eine Bugwelle bildet und den Wasserstand vor dem Wagen so senkt, aber auch nicht zu schnell, so dass das Wasser hoch spritzt.

Wichtiges Zubehör


Essenziell ist der Highjack - ein überdimensionierter Wagenheber. Mit dessen Hilfe kann das Fahrzeug deutlich höher gehebelt werden als dies mit einem konventionellen Wagenheber möglich wäre. Angebracht wird er an einer speziellen Leiste unter der Stoßstange, die drei Einbuchtungen hat – eine in der Mitte und an jeder Seite. Beim hochhebeln des Wagens sollte man auf einen stabilen, ebenen Untergrund achten, damit der Highjack nicht wegrutscht. Auch sollte man den Wagen nur so hoch heben wie nötig – bei hochen Wagen herrscht Umkippgefahr.


Auch ein Kompressor  darf nicht fehlen. Da man als Geländegänger häufiger die Luft aus den Reifen lassen muss, müssen sie auch wieder befüllt werden. Da im Outback oft keine Tankstelle in der Nähe ist, ist ein Luftkompressor unverzichtbar. Zur Stromversorgung wird er wird direkt an der (Zweit-)Batterie angeschlossen. Dann wird der Schlauch am Reifenventil befestigt und eingeschaltet. Je nach Leistungskraft kann es mehrere Minuten dauern bis ein Reifen wieder prall ist.

Weitere Utensilien:

Erst-Hilfe-Koffer
Luftdruckmesser
Klappschaufel
Taschenlampe
Strominverter

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