Reptilien

Während man Europa praktisch nur Eidechsen (engl. “Skinks”) antrifft, ist die australische Reptilienwelt deutlich vielfältiger: Man findet Agamen (“Dragons”), verschiedene Warane (“Monitors”) sowie natürlich Schlangen und Krokodile. Dabei haben sie jeden erdenklichen Lebensraum erobert: Man findet sie in den trockensten Wüsten, sowie im tiefste Regenwald. Im Gegensatz zu Säugetieren sind Reptilien kaltblütig – d.h. sie können ihre Körperwärme nicht selbst erzeugen. Oft findet man sie deshalb beim Sonnenbad. Vor allem am Morgen brauchen sie einige Zeit um “auf Temperatur” zu kommen.

Blauzungenskink (“Blue-tongued skink“)



“Blue-tongues”, wie alle Echsen dieser Familie von Australiern genannt werden, haben eine große Gemeinsamkeit: Ihre namensgebende, blaue Zunge. Bei Gefahr flüchen diese Echsen nicht – sie strecken einem die Zunge entgegen und fauchen. Zudem sind sie stämmig und kompakt gebaut. Ansonsten unterscheiden sie sich mitunter stark: Einige haben grobe, schwere Schuppen, andere wiederum glatte Haut. Sie sind in ganz Australien anzutreffen und gar nicht mal so selten, so dass man gute Chancen hat einen zu sehen.

Dornteufel (“Thorny Dragon”)


(Bild: Dave Scriven)

Eine sehr interessante Echse ist der Dornteufel. Wie der australische Name “Thorny dragon” schon andeutet, gehören sie zu der Famile der Agamen (“Dragons”). Seine Haut ist von unzähligen Schuppen bedeckt die sich im Laufe der Evolution zu Dornen entwickelt haben. Deswegen hat er keine natürlichen Feinde und ist absolut Handzahm. Da er weder beißt, noch giftig ist, kann man ihn problemlos in die Hand nehmen.

Eine weitere Besonderheit ist seine Art zu trinken. Er benutzt dafür nicht seinen Mund, sondern die Füße: Über Kapillargefäße nimmt er das Wasser aus Pfützen auf, in die er sich zur Wasseraufnahme stellt. Er ist in ganz Westaustralien verbreitet, doch recht selten anzutreffen – ein bisschen Glück gehört dazu.

Warane (“Monitors”)


Warane werden in Australien auch “Goannas” genannt – die ersten europäischen Siedler dachten es wären Leguane (“Iguana”). Zoologisch richtig wäre im englischen “Monitor”. Warane in Australien können recht groß werden. Je nach Art sind bis zu 2,5 Metern möglich (Varanus giganteus).


Sie ernähren sich von allem was sie Fangen können: kleine Nager, Beuteltiere, Kröten und Frösche. Dabei agieren sie recht flink, was man ihnen Anfangs gar nicht zutraut. Aber auch Aas wird von ihnen nicht verschmäht. Ähnlich wie Schlangen, können auch Warane ihren Kiefer ausrenken um so die Beute herunterzuwürgen.

Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen oder bei Gefahr, richten sie sich auf und stellen sich auf die Hinterbeine. Zusätzlich sind Warane extrem gute Baumkletterer, die als Rückzugsort dienen.

Warane kommen in ganz Australien vor und haben jeden Lebensraum erobert. Da sie zahlreich vorhanden und tagaktiv sind, hat man gute Chancen einen anzutreffen.

Hotspot
Eine fast schon 100% -ige Chance einen “Mertens Water Monitor” zu sehen, hat man beim “Gunlom Plunge Pool” im Kakadu NP.