Meeresbewohner

Haie


Haie sind vor den Küsten Australiens allgegenwärtig. Dabei ist der überwiegende Großteil völlig ungefährlich für den Menschen – im Gegenteil: Schwarz- und Weißspitzenriffhaie, die in den Korallenriffen häufigste Art, sind für Schnorchler und Taucher immer wieder ein gern gesehener Anblick, wenn sie majestätisch an einem vorbei schwimmen. Zu erkennen sind sie an der markanten, namensgebenden Färbung der Flossenspitze und somit auch für Laien leicht zu identifizieren.

(Bild: Lucy Rickards)

Riffhaie Hotspot
Als Schnorchler hat man in Westaustralien im Ningaloo Reef (Cape Range NP) die besten Aussichten einen Riffhai zu sehen. Das tolle hier: man kann direkt vom Strand weg schnorcheln und ist sofort im Riff.

Deutlich gefährlicher sind die “Weißen Haie“. Dass sie dabei häufig Surfer angreifen hat zwei Gründe: Zum einen sind sie weiter draußen im Meer als der normale Schwimmer, zum anderen sieht das Surfbrett für die Haie von unten aus wie eine Robbe. Oft beißen sie deswegen nur einmal zu: sobald sie merken das sie einen Menschen voller harter Knochen im Maul haben, lassen sie ab. Die Überlebenschancen hängen dann davon ab, WO einen der Hai erwischt hat.

(Bild: Elias Levy)

Twitternde Haie
In einem westaustralischen Pilotprojekt wurden an weißen Haien Sender befestigt, die automatisch twittern wenn sie sich der Küste nähern. Inzwischen sind über 350 auf diese Weise markiert.

https://twitter.com/SLSWA

Inzwischen sind die Sicherheitsvorkehrungen recht ausgefeilt, so dass es immer sicherer wird im Meer zu schwimmen und Haie zu einer vergleichsweise geringen Gefahr geworden sind. So sperren Netze an beliebten Stränden die Haie aus. Auch rote Flaggen signalisieren das man hier besser nicht ins Wasser gehen sollte. Fordert man sein Glück nicht heraus, kann man sorglos das warme Wasser genießen.

Liste der tödlichen Haiangriffe in Australien 

Quallen


Quallen (engl. “Jellyfish”) kommen rund um den Kontinent vor. Von ihnen sind einige hochgradig giftig und können auch für Menschen tödlich sein. Dazu zählen vor allem der “Box jellyfish” und der “Irukandji jellyfish“, die beide in den nördlichen, tropischen Gewässern heimisch sind.

Der Kopf des “Box jellyfish” kann bis zu 30cm groß werden und ist im Vergleich zum “Irukandji jellyfish“, der nur 5mm groß wird, leicht im Wasser auszumachen. Beide Arten haben mehrere Meter lange Nesseltentakel die das Gift tragen.

Als Erste Hilfe gelten die selben Maßnahmen wie bei weniger Giftigen Quallen: Als erstes sollte Urin oder Essig über die betroffenen Stellen geschüttet werden. Zu diesem Zweck stehen an allen tropischen Stränden (vor allem in Queensland) Essigflaschen am Strand, von denen im Ernstfall Gebrauch zu machen ist.

Liste der tödlichen Quallenangriffe in Australien 

Blue Ring Octopus


(Bild: Angell Williams)

Eines der giftigsten Meerestiere weltweit ist der “Blue Ring Octopus” (auch: “Blue-ringed octopus”, dt: “Blaugeringelter Oktopus”). Er kommt vor allem vor der Küste zwischen New South Wales und South Australia, aber auch im nördlichen Western Australia. Er lebt in den Korallenriffen bis zu einer Tiefe von 50m. Da aber sich aber auch gerne im flachen Wasser aufhält und wie alle Oktopusse perfekt getarnt ist, gerät er mit dem Menschen ab und zu in Konflikt.

Größe
Die größte Art ist (ohne Arme) nur 5,5cm groß und damit kaum wahrzunehmen!
(Bild: Steve Childs)

Sein Gift wird durch einen Biss übertragen und ist 1200 mal stärker als Cyanide. Es wird durch Bakterien in den Speicheldrüsen des Oktopusses erzeugt. Als Nerverngift führt es innerhalb von Minuten zu Lähmung am ganzen Körper, insbesondere aber der Lungenfunktionen, so dass der Tod durch Kreislaufstillstand durch Sauerstoffmangel eintritt.

Kegelschnecken


Kegelschnecken sind räuberische Meeresschnecken die mit Hilfe einer kleinen “Harpune“, eigentlich ein Zahn,  Fische jagen, betäuben und fressen. Sie kommen in allen tropischen Gewässern weltweit vor – auch in Australien. Dabei haben die verschiedenen Arten unterschiedliche Giftcocktails. Die größeren Arten können im Falle eines Stichs für Menschen tödliche folgen haben, wohingegen ein Stich kleinerer Arten in etwa mit einem Wespenstich zu vergleichen ist.

Das Gift ist für die medizinische Forschung von großer Bedeutung: 2004 wurde ein erstes Schmerzmittel in den USA auf den Markt gebracht. Medikamente gegen Depressionen, Parkinson, Alzheimer und Epilepsie sind in der Entwicklung.