Der australische Nachthimmel


Wer zum ersten Mal in den australischen Nachthimmel blickt, wird schlicht überwältigt sein: Während man in Europa höchstens eine Handvoll Sterne ausmacht, sieht man Down Under die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht:


Bei der Aufnahme des Bildes habe ich versucht es genau so lange zu belichten, damit der Himmel möglichst so wiedergegeben wird, wie er auch wirklich mit dem menschlichen Auge zu sehen ist.

In der Mitte erkennt man deutlich die Milchstraße, die sich links unten beginnend durch die Mitte zieht.

Am linken Bildrand, etwas oberhalb der Mitte, ist das Kreuz des Südens zu sehen. Die wichtige Bedeutung dieser Konstellation lässt sich bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgen. Das “Southern Cross” ist nicht nur auf der australischen Flagge abgebildet: Auch Brasilien, Neuseeland,  Papua Neu-Guinea und Samoa bilden sie auf ihrer Landesfahne ab.

Besonders leicht zu finden ist das Kreuz dank der sog. “Pointers“, die eigentlich Alpha und Beta Centauri heißen. Da sie recht isoliert stehen und stark leuchten, sind sie leicht am Himmel auszumachen. Verlängert man die Achse zwischen ihnen, landet man direkt beim “Southern Cross”. Auf dem Bild oben sind sie nicht abgebildet.

Unterhalb davon ist der “Coal Sack” – ein dunkler Fleck in dem es deutlich weniger Sterne zu geben scheint. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen 600 Lichtjahre entfernten Nebel, welcher die Sicht auf dahinterliegende Sterne verdeckt.

Zur schnelleren Übersicht sind hier auf einem Bild des “European Southern Observatory” die wichtigsten Merkmale eingezeichnet:

(Bild: ESO)

Zum Abschluss noch zwei wunderschöne Zeitrafferaufnahmen des australischen Nachthimmels: