Allgemeine Tipps

Im Outback


Jedes Jahr sterben im Outback um die 50 Personen. Hört sich gefährlich an, oder? Oftmals ist aber eigener Leichtsinn und haarsträubendes Fehlverhalten schuld am Unglück. Häufig werden die gleichen Fehler gemacht auf die ich hier kurz eingehen möchte:

Ausreichend Wasser mitführen!
Im Auto sollten immer Wasservervorräte für mindestens 3 Tage verfügbar sein. Und nicht mit zwei Liter p. Person p. Tag planen! Lieber mit 10 Litern rechnen. Dafür eignen sich die 5 Liter Kanister, die es in jedem Supermarkt gibt. Im einer Notsituation bedeutet Wasser Leben. So lange man Wasser hat, so lange Lebt man. So einfach ist das!

Beim Auto bleiben!
Die größten Wasservorräte bringen nix, wenn man das Auto verlässt “um Hilfe zu holen”, da man nur eine äußerst begrenzte Menge an Wasser mitschleppen kann, die in der Regel nur für einige Stunden reicht. Auch ist ein Auto deutlich einfacher zu finden als eine herumirrende Person. Immer wieder hört man von Fällen wo eine Missachtung dieser einfachen Regel zum Todesfall führte. So zum Beispiel ein schweizer Pärchen, welches mit ihrem Wagen liegengeblieben war. Nach einem Tag des Wartens wollte die Frau hilfe holen gehen, der Mann war dagegen – er wollte weiter beim Auto warten. Es kam zum Streit; sie ging alleine los. Am nächsten Tag wurde der Mann beim Auto gefunden und konnte gerettet werden. Nach seinen Hinweisen, wurde auch die Frau gefunden – ein paar Kilometer weiter, tot. MIt letzter Kraft konnte sie noch “HELP” in den Boden ritzen… Egal wie trostlos die Lage scheint – auch an abgelegenen Offroad-Pisten wie der “Canning Stock Route” kommen alle paar Tage Autos vorbei.

Sonne meiden und im Schatten bleiben!
Wer in der Sonne herumirrt kann sehr leicht überhitzen und verbraucht ein vielfaches mehr an Wasser. Ein deutscher Tourist verlor seine Reisegruppe in den Olgas (nahe des Uluru) und irrte bei 40° herum. Nur eine Stunde später fand man ihn – tot, an einem Hitzeschlag erlegen. Im Schatten hätte er mehrere Tage auf Hilfe waren können.

Jemandem Bescheid geben!
Es kann nie Schaden andere Personen über seine Pläne (Richtung & Dauer) zu informieren. Natürlich ist es genauso wichtig die selbe Person auch über die Sichere Ankunft in Kenntnis zu setzen.

Das Auto und die eigenen Fähigkeiten kennen
Es gibt zwei Arten von Offroad Fahrzeugen: Die richtigen, wie den Toyota Landcruiser oder den Nissan Patrol, und die Spielzeuge für Großstädler wie den Audi Q5. Leute wären fast gestorben, weil sie steckenblieben und sich nicht helfen konnten – dabei hätten sie nur den Vierradantrieb richtig aktivieren müssen. Leute SIND gestorben, weil sie das Auto nicht mehr aus dem tiefen Sand bekamen, obwohl sie nur Luft ablassen hätten müssen. (Naja, eigentlich sind sie gestorben, weil sie das Auto verlassen haben um Hilfe zu holen…)

Klo untersuchen
Nur weil das Klo nicht abgesperrt ist, heißt es nicht, dass es nicht besetzt ist – gerne verstecken sich Spinnen, Schlangen oder Frösche in und um die Schüssel.

In der Sonne


Australien hat die höchste Hautkrebs-rate der Welt. Das ist kein Zufall, da über dem Kontinent ein riesiges Ozonloch klafft, so dass die Sonnenstrahlen unreflektiert auf die Erde treffen. Da die Sonne in Europa eine ganz andere ist (der Winkel in dem die Strahlen auftreffen ist flacher), unterschätzen viele Touristen das Risiko – man will ja schön gebräunt aus dem Urlaub kommen. Aber selbst an einem kühlen Tag in Melbourne oder Sydney, kann man sich einen schweren Sonnenbrand holen, wenn man sich ungeschützt in der Sonne aufhält. Daher gilt:

  • Die Mittagssonne (11-14h) unbedingt meide
  • Bevorzugt im Schatten aufhalten
  • Starke Sonnenschutzcreme verwenden.
  • Sonnebrille und Kopfschutz tragen