Naturgewalten

Buschfeuer


Wenn Nicht-Australier an Naturgewalten in Down Under denken, fällt den meisten spontan Buschfeuer ein. Ein Grund dafür ist sicher die Medienpräsenz welche diese hierzulande haben. Eines der katastrophalsten war jenes in Victoria 2009, bei dem 173 Menschen starben und die vom Feuer ausgehende Gefahr erneut ins Bewusstsein der Menschen rief.

Buschfeuer in Victoria 2009: Wikipedia  & Dokumentation


Doch nicht jedes Feuer ist schlecht für das Land, viele werden jedes Jahr von den Rangern selbst gelegt. Der Grund dafür ist, brennbares Material (vor allem trockenes Gestrüpp) niederzubrennen bevor es zu viel wird. So haben ausbrechende Feuer nicht genug Nahrung um zu einer Katastrophe anwachsen zu können.

Da die Aborigines das Land schon seit knapp 50.000 Jahren niederbrennen, hat sich die Fauna und Flora auf das Feuer eingestellt. Viele Pflanzen sind feuer-resistent und brauchen dieses um sich fortzupflanzen. Auch Tiere profitieren: Aasfresser finden nach einem Feuer Nahrung im Überfluss und auch Kängurus freuen sich über die jungen Triebe die aus der verbrannten Erde schießen.

Richtiges Verhalten ist bei einem Buschfeuer überlebenswichtig! Im Auto hat man bessere Überlebenschancen als draußen. Man sollte deshalb auf dem Fahrzeugboden kauern und sich mit Tüchern bedecken. Wer beim Wandern überrrascht wird, sollte sich ein (feuchtes) Tuch vor den Mund halten und Schutz hinter großen Steinen und Höhlen suchen.

Überschwemmungen


Alle paar Jahre kommt es vor allem in Queensland zu Überschwemmungen im größerem Ausmaß. Besonders schlimm war es im Jahr 2011 als die schwerste Flut seit 50 Jahren 35 Menschenleben kostete. Aber auch für die Natur haben die Wassermassen dramatische folgen: ganze Landstriche werden weggespült und unzählige Wild- und Nutztiere kommen in den Fluten um Leben.

Überschwemmungen in Australien: Dokumentation 

Überschwemmungen sind schwer voraus zu sagen. Am besten hält man sich an die empfohlenen Reisezeiten um das Risiko zu minimieren. Sollte es einen im Urlaub treffen sollte das Gebiet nach Möglichkeit umfahren werden oder gar der Rückzug angetreten werden. Der Reiseplan muss auf jeden Fall komplett umgestellt werden, da mit einer schnellen Besserung nicht zu rechen ist.


Kleinere Straßenüberflutungen sind hingegen in ganz Australien zu finden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es dabei keinen Unterschied macht ob man sich auf dem Highway einen Kilometer nach Sydney befindet oder im tiefsten Outback. Kleinere Bäche sind auch von 2WDs gut zu durchqueren, am besten den Vordermann beobachten. Normalerweise stehen auch Lokalpolizisten daneben die einen mit Handbewegungen den richtigen Weg weisen. Ist die Straße wir “normale” PKWs nicht mehr passierbar wird sie gesperrt.

Zyklone & Taifune


Zyklone bringen genau wie andere Wirbelstürme Massen an Wasser und Wind mit, die zu unglaublichen Zerstörungen führen können sobald sie auf Land treffen. Besonders dramatisch war der Zyklon Yasi im Januar 2011, der an der Ostküste um Mission Beach an Land ging und weitreichende Folgen für den Staat hatte. So wurde auf Dunk Island das Resort dem Erdboden gleich gemacht und die Insel weitgehend zerstört. Bis heute ist sie nicht wieder für den Tourismus geöffnet.


Wissenswertes
Wissenschaftlich gesehen sind Wirbelstürme weltweit von gleicher Struktur. Die Benennung erfolgt nach dem Ozean, in dem sie entstanden sind:

Hurrikans entstehen im Atlantik.

Taifune brauen sich im indischen Ozean zusammen.

Zyklone haben ihren Ursprung im Pazifik.